
Skateboarding: Eine Funsportart, die in den 60er Jahren erstmals von Surfern in Kalifornien ausgedacht und entwickelt wurde und die in den 80er Jahren
zu uns nach Europa kam, um sich dort als eigenständige Lifestyle-Sportart rasant zu entwickeln und die aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist. Die europäische Hauptstadt des Skateboards war viele Jahre Münster.
Und aus der bekamen die Viertklässler der Ludgerischule in dieser Woche Besuch. Skate-Aid hatte sich angekündigt, um die 75 SchülerInnen im Rahmen eines Workshops von Montag bis Freitag in die Kunst des Rollbrettfahrens einzuführen. Die Stiftung wurde 2009 vom Skateboard-Pionier Titus Dittmann gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, „ mit Skateboarding einen ganzheitlichen, selbstbestimmten Ansatz zur Förderung von jungen Menschen im Rahmen der Jugendhilfe, des Sports, der Kultur und Völkerverständigung zu verfolgen.“
Weltweit werden Entwicklungsprojekte initiiert, auch deutschlandweit ist die Stiftung an Schulen und Jugendzentren unterwegs.

Das Workshop-Team um Tom Wohlmeiner, Project Coordinator National, und seinen Coaches Mia, Maarten und Tyron hatte jede Menge Equipment mit nach Neuenkirchen gebracht: Skateboards, Helme und Protektoren für jedes Kind, dazu Rampen und Rails zum Üben der ersten Tricks. Jeden Tag stand für 25 Viertklässler jeweils eine Doppelstunde Street-Skating auf dem Stundenplan.

Zu Beginn wurde die Schutzausrüstung angezogen, anschließend erklärten Tom und sein Team die Basics und standen mit Rat und Tat zur Seite. „Neben dem Spaß und dem Erlernen erster Grundtechniken möchten wir durch Skateboarding das Selbstbewusstsein der Kinder stärken“, so Tom Wohlmeiner. „Das Skateboard ist ein Medium, um die Resilienz zu fördern. Scheitern gehört zum Programm, aufstehen und weiter geht’s, bis der Trick gestanden wird. Unser Workshop ist frei gestaltet, die spielerisch kreative Auseinandersetzung mit dem Board steht im Fokus. Zudem können wir immer wieder beobachten, wie die Kinder sich gegenseitig abklatschen, wenn Tricks funktionieren. Klar ist es auch unser Ziel, dass viele Kids anschließend weiterhin Skateboard fahren.“
Im Februar hatte sich die Ludgerischule auf den Weg gemacht und Kontakt zu Skate-Aid aufgenommen. Da die Schule Mitglied im Landesprogramm Bildung und Gesundheit (BuG) ist, konnten 80 % der Kosten des Workshops über einen Fördertopf des Landes NRW akquiriert werden. „Neben der Freude am Erlernen einer neuen Sportart, die nicht zum normalen Lehrplan gehört, möchten wir auch die exekutiven Funktionen und die koordinativen Fähigkeiten der Kinder fördern“, verdeutlicht Rabea Hüppop, BuG-Koordinatorin der Ludgerischule. „Skatenboarden fördert gezielt die Konzentration und den Gleichgewichtssinn, welche die neurologische Basis für die Fähigkeit zum Lesen ist.“






